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Willkommen auf der Homepage des Musiklehrerinnen- und Musiklehrervereins des Kantons Luzern MLV

Der MLV hat diese Homepage für Sie eingerichtet, damit wir Sie in Zukunft schnell und effizient informieren können! Gerne nehmen wir Anregungen, Verbesserungsvorschläge, Meinungen und Kritik entgegen. Wenden Sie sich doch einfach an: karin.huerlimann@llv.ch

 

 

Der MLV wünscht schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr!

 

Der MLV hat sich intensiv mit der Verordnung über die kommunalen Musikschulen auseinandergesetzt. Auf dem Weg der Umsetzung haben sich einige Hürden und Stolpersteine in den Weg gestellt. Der MLV hofft mit diesem Positionspapier zur Lösung der aufgetretenen Probleme beizutragen.

Positionspapier MLV

 

Initiative "jugend und musik"

Der Nationalrat hat zur Initiative "jugend und musik" positiv abgestimmt. Mehr zu den Debatten kann man unter www.parlament.ch nachlesen.

 

Wer ist an einer spannenden bildungspolitischen Herausforderung interessiert?

Der MLV bietet diese in einem innovativen und dynamischen Vorstandsteam! Damit wir unsere Aufgabe auch in Zukunft optimal erfüllen können, brauchen wir zwei neue Mitglieder für unser Team.

Interessierte können sich unverbindlich bei folgenden Adressen informieren:

Per E-Mail karin.huerlimann@llv.ch oder telefonisch beim Co-Präsidenten Remo Genzoli (041/260'24'76).

SCHON GEWUSST?

Musik bildet

 

Die neuen Regelungen für die Musikschulen
des Kantons Luzern

Der Regierungsrat hat am 27. April 2010 die Änderungen des Gesetzes über die Volksschulbildung und das Gesetz über das öffentlich-rechtliche Arbeitsverhältnis (Personalgesetz) betreffend die Musikschulen auf den 1. August 2010 in Kraft gesetzt.

Er hat gleichzeitig auch die entsprechende Verordnung beschlossen.

Die folgenden Links geben Auskunft über diese neuen Regelungen:

Begleitschreiben der Dienststelle Volksschulbildung

Aufgaben und Kompetenzen der Dienststelle Volksschulbildung

Verordnung zum Personalgesetz

Besoldungsverordnung

Gesetz über die Volksschulbildung

Verordnung über die kommunalen Musikschulen

Der Regierungsrat hat Herrn Jost Feer als Beauftragten für die Musikschulen (Abteilung Schulbetrieb) gewählt. Seine Kompetenzen und Aufgaben sind unter "Aufgaben und Kompetenzen der Dienststelle Volksschulbildung" nachzulesen.

Der MLV wird in der neu zu bildenden kantonalen Musikschulkommission mit einem Mitglied vertreten sein (vgl. Verordnung über die kommunalen Musikschulen).

Die neue Verordnung bietet neben der Tatsache, dass die Musikschulen wieder vom Kanton unterstützt werden (vgl. Begleitschreiben der Dienststelle Volksschulbildung) auch weniger Erfreuliches. Neu werden die Musiklehrpersonen durch die Aufnahme in die Besoldungsverordnung für die Lehrpersonen und die Fachpersonen der schulischen Dienste (Logopädin/Logopäde) diesen gleichgestellt (vgl. Besoldungsverordnung).

Faktisch bedeutet dies eine lohnmässige Rückstufung von ca. 4% bei einer Reduktion des Vollpensums von 29 auf 28 Lektionen à 60 Minuten.

Der MLV beobachtet die Entwicklung genau und wird sich mindestens für die Besitzstandwahrung und auch für die Gleichstellung mit den Lehr- und Fachpersonen der schulischen Dienste in der beruflichen Vorsorge (Pensionskasse) einsetzen.

 

Plattform

Auf der Plattform unserer Homepage, die den Titel "Aus dem Leben von..." trägt, haben Musikschullehrpersonen die Gelegenheit, sich mit Text und Bild vorzustellen.

Die Musiklehrpersonen, die sich bis jetzt vorgestellt haben, können Sie unter "zur Plattform" oben rechts weiterhin besuchen.

Nächstens folgt an dieser Stelle eine weitere Person. Lassen Sie sich überraschen!

Ushma Agnes Baumeler

Liebe Kolleginnen und Kollegen des MLV

Kaum glaub ich’s, doch dies ist nun das letzte Jahr meiner Tätigkeit als Violinlehrerin.

Ich freu mich auf neue Freiräume, gleichzeitig ist mir auch ein wenig bange…

Als Gründerin des Jugendstreichorchesters Luzerner Landschaft JSOLL (www.jsoll.ch) habe ich 2010 den Kulturpreis von Willisau bekommen. Das hat mich sehr gefreut. Nun habe ich die Gelegenheit, diese Zeilen zu schreiben, und möchte im Kollegenkreis das Orchester näher vorstellen

JSOLL: DAS JUGENDSTREICHORCHESTSER LUZERNER LANDSCHAFT

Die Anfänge und das erste Streicherlager

In den frühen Neunzigerjahren gab es ein von Musikschulen getragenes Streichorchester mit Probeort Willisau, Einzugsgebiet Dagmersellen bis Marbach! Ein gesponserter Bus sammelte jeweils die Entlebucher Kinder ein. Die Marbacher beispielsweise fuhren vor und nach der einstündigen Probe je 40 Minuten hin und her. Ich leitete dieses Orchester drei Jahre, dann mussten wir umstrukturieren. Im Amt Entlebuch und in der Region Willisau wurden je ein Streicherensemble eingerichtet. Als Violinlehrerin beiderorts leitete ich diese Ensembles.

1996 organisierte ich erstmals ein Lager für diese Kinder. So waren wir wieder beisammen in einem grösseren Verband, und viele Kinder kannten einander schon. Wir waren in Flühli bei Sörenberg stationiert und konzertierten etwas später in Willisau und Schüpfheim. Im Lager üben und in den Regionen konzertieren, das sollte auch in Zukunft unser Konzept sein.

Die Familie wird grösser; Streicherlehrer leiten das Orchester im Team

Willisau und das Entlebuch hatten nun schon einige Jahre ihre eigenen Streicherensembles

In dieser Zeit verliess ich das Entlebuch und trat eine Stelle in Ruswil an. Der Cellist Stefano Zoller wurde mein Nachfolger für das Ensemble im Amt Entlebuch. 1997 leiteten wir das Streicherlager gemeinsam..Stefano war somit wesentlich an der Gründung dieses Orchesters beteiligt. Schon 1998 hatten wir ein grösseres Projekt und fuhren mit unserem Orchester nach Stresa, grosszügig unterstützt von den Rotary-Clubs Entlebuch und Willisau. Wir hatten auch Tessiner Leiter und Kinder dabei von der Scuola d’archi Vivaldi. Der Willisauer Apotheker Gregor Kaufmann war unser erster Lagerleiter. Seither hatten wir immer Lagerleitungen. Klara Röösli aus Hasle leitete das Lager sechsmal in Folge! Das musikalische Leitungsteam wuchs mit unseren geografischen Erweiterungen und beruflichen Rochaden. Heutzutage sind wir nun zu viert: Carmen Angst (unterrichtet Geige u.a. in Neuenkirch und ist schon seit 2002 dabei) und Barbara Weber (Violinlehrerin in Sempach, seit drei Jahren dabei). Auch wenn wir nicht systematisch das ganze Gebiet betreuen können, nennen wir uns seit 2002 Jugendstreichorchester Luzerner Landschaft.

Seit 2007 sind wir ein Verein

Der Gedanke, wir bräuchten einen Verein, tauchte bei mir vor dem Lager 2006 in Zofingen erstmals auf. Ich konnte die musikalischen Leiter für diese Idee gewinnen und unterbreitete den Gedanken anlässlich eines unserer Konzerte auch dem Publikum.

Und siehe da, wir hatten schon ein Jahr später einen Verein!! Und dies, obwohl ich mit Statuten, Vereinsabläufen und Geschäftsführungsdingen überhaupt nicht vertraut war.

Es war einfach eine ganz gute Konstellation und schien auch einem Bedürfnis zu entsprechen.

Ruedi Stockmann, der Vater von zwei Ruswiler Violinistinnen, anerbot sich, die Statuten zu entwerfen und wurde auch unser erster Präsident. Weitere Leute, die ich für den Vorstand anfragte, sagten sofort zu und brachten ihr grosses Know-how und Engagement ein. Leider verlässt uns Ruedi Stockmann nach 4 „Amtsjahren". Wir verdanken ihm sehr viel. Als längerfristig angelegtes Streicherprojekt haben wir auch vom ehemaligen Willisauer Orchester etwas Vermögen, zwei Kisten voll Orchesterliteratur und eine Anzahl Notenständer geerbt. Auch einige Stiftungen haben uns unterstützt, unter anderem die Jugendstiftung der Stadt Willisau, Migros Kulturprozent und die Luzerner Jugend-Stiftung.

Seit einigen Jahren tritt unser Orchester in bunten T-Shirts mit aufgedrucktem JSOLL-Logo auf, gestiftet von Martha und Felix Krummenacher aus Willisau. Martha Krummenacher war von Anfang an im Vorstand dabei und hat auch unser Lager schon geleitet und bekocht.

Das JSOLL und die Musikschulen

Unser Orchester existiert unabhängig von den Musikschulen, doch ohne die MS- Streicher-Ensembles (Willisau, Neuenkirch, Schüpfheim) gäbe es das JSOLL wohl kaum. In unseren Statuten ist die Zusammenarbeit mit den Musikschulen verankert. Diese unterstützen uns auch mit finanziellen Zuwendungen. Priogramm und Plakat der letzten Konzerte wurden von der MS Ruswil gesponsert. Die Musikschulleiter interessieren sich für unsere musikalischen Programme. Am 24. Juni nächstes Jahr werden wir für das 40-Jahre Jubiläum der Musikschule Ettiswil im Schloss Wyher spielen.

Mit 50 Kindern unterwegs; Unser Drei-Orchester-Prinzip

Das Lager 2010 in Flühli wurde von 52 Kindern und Jugendlichen im Alter von 9 bis 22 besucht. Normalerweise kommen zu uns Kinder nicht vor dem 3. Spieljahr. Bis jetzt haben wir keine Selektion nach Können vorgenommen! Einige unserer Leute sind schon 10 mal in unserem Lager gewesen! Wir teilen die Angemeldeten jeweils in zwei Niveau-Gruppen. Das dritte Orchester ist dann das Plenum, alle zusammen. Ein gewaltiger Klangkörper! Die Noten geben wir an einem „Ersten Treffen" einige Wochen vor dem Lager ab und spielen uns irgendwie durch das Programm. Im Osterlager erarbeiten wir jeweils innerhalb einer knappen Woche ein mindestens stündiges Programm, welches wir an den folgenden Wochenenden in den Herkunftsregionen darbieten. Dank der langjährigen Teamarbeit haben wir schon recht viel Erfahrung im Strukturieren der musikalischen Aufgaben. Einen Tiefpunkt gab es doch mal in Flühli: Mindestens das halbe Orchester wurde von einer heftigen Magen-Darm-Grippe erfasst, die im Ort schon auf uns gelauert hatte. Schnellstens hatten wir ein Lazarett. Da die Seuche nur kurz dauerte, konnten wir am nächsten Abend mit den meisten wieder proben.

Lager und Konzerte 2011 Höhepunkt und Wendepunkt

Wieder mit einer über 50 Personen starken Equipe waren wir an Ostern in einem grossen Haus in Walkringen und arbeiteten an einem Zirkus- und Film-Musik- Programm.

Carmen Angst dirigierte einen grossen Teil des Programms, ich brachte einige Klezmer-Stücke und war des öftern am Klavier, und Stefano dirigierte unter anderem eine selbst arrangierte Nummer aus „Zirkus" von Chaplin. In all den Jahren hatte er uns immer wieder mit seinen bei Spielern und Publikum sehr beliebten selbst arrangierten Ohrwürmern verwöhnt.

Die diesjährigen Konzerte waren ein Höhepunkt und gleichzeitig auch ein Wendepunkt, denn unsere treuesten Mitglieder, unsere nunmehr schon jungen Erwachsenen, entschieden sich, in lockerer Verbindung zum Verein ihre musikalischen Projekte künftig selber zu organisieren. Wir erwarten gespannt, was sich da entwickeln kann, und gleichzeitig können wir wieder frische neue Ensemble-Mitglieder anwerben. Wie das so ist: wir fangen wieder an….

Spezialaufgaben

Wir hatten auch schon sehr schöne Spezialaufgaben, so das Mitmachen bei „Peter und der Wolf" an einem Willisauer Jubiläum, ein Auftritt mit der Stadtmusik Willisau (Leitung: Reto Güdel in „Disney in Concert" mit eigens für uns adaptierten Arrangements aus der Feder von Evi Güdel-Tanner). In Nottwil hat uns der dortige Kulturverein für ein Konzert in der Kirche engagiert. Und natürlich hat das Orchester anlässlich der Kulturpreisverleihung in Willisau aufgespielt.

Unterdessen bieten wir auch- dieses Jahr schon zum dritten Mal- Kammermusikkurse an unter der Leitung von Carmen Angst. Konzertbesuche und Ausstellungsbesuche gehören zu unseren gelegentlichen Angeboten.

Das Geheimnis unseres bisherigen Erfolgs ist meines Erachtens ein langjähriges Teamwork und die grösstenteils ehrenamtliche Arbeit, die auch den Vorteil einer grossen Freiheit bringt.

Und, last not least, das Beziehungsnetz unter unseren jungen Leuten, die auch über die regionalen Grenzen hinweg Kontakte pflegen. Wir haben im Leitungsteam und unter den Jungen, sowie auch Generationen überschreitend schon so viele gemeinsame „Weißt- du –nochs", wunderbare Erlebnisse, tolle Begegnungen. Allfällige kleine Ungereimtheiten fielen da nie ins Gewicht. Wir hatten bis jetzt immer Glück.

Und, natürlich, wir haben eine Lücke gefüllt! Bei uns auf der Landschaft sind die Geiger doch eher dünn gesät. Jeder kleine Ort hat eine Blasmusik, aber wir Streicher müssen weiträumig zusammenwirken Ich glaube, wir haben eine ganz gute und hoffentlich langlebige Form gefunden.

Ushma Agnes Baumeler