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Bericht 25. Ordentliche Generalversammlung des MLV Luzern

21. Oktober 2017 (aus LLV DISKURS 2-17/18)

Für den 25. Geburtstag des Musiklehrerinnen-und Musiklehrervereins des Kantons Luzern war vom Vorstand bewusst kein besonderer Anlass geplant worden. Auffallend ist lediglich der Blumenschmuck. Also Stillstand — oder bewegt sich doch etwas?

Speziell begrüsst die MLV-Präsidentin Regula Ineichen Charles Vincent (DVS), Guido Durrer (kanto­nale Musikschulkommission MSK), Beatrice Wolf (Beauftragte Musikschulen), Walter Hess (HSLU-Musik), Franz Grimm (Verband Mu­sikschulen VML), Pino Masullo (SMPV), Marcel Budmiger (Allianz), sowie Remo Genzoli und Josef Hess als ehemalige MLV-Präsidenten. Von den Entschuldigungen seien hier jene von Bildungsdirektor Reto Wyss, Helene Müller-Jenny der kan­tonalen Bildungskommission, Kantonsrätin Susanne Truttmann und Urs Mahnig, ehemaliger MLV-Präsident erwähnt.

Die Vorstandsmitglieder berichten von ihren Ressorts: MSK Helene Tezzele, Kasse Christian Kaufmann, Kantonale Fachschaft der Instrumentallehrpersonen Marc Hunziker, Regula Ineichen auch als Vorstandsmitglied im LLV. Der abtretende entschuldigte Aktuar Paul Kipfer wird verdankt. Neu in den Vorstand wird Belinda O'Reilly gewählt, die an der Musikschule Oberer Sempachersee unterrichtet. «Ich will helfen, dass unser Beruf ernst genommen wird», sagt sie. Belinda wird sich der Mitgliederwerbung annehmen und hat dafür eine MLV-Facebookseite erstellt. Aus dem Jahresbericht 2016/17 - eines denkwürdigen Vereinsjahres - stechen zwei Themen besonders hervor: Einerseits die Durchführung des Rekord-Referendums «Nein zur Halbierung der Kantonalen Beiträge an die Musikschulen» mit über 22'000 Unterschriften. Es erreichte 67.7% Zustimmung in Zusammenarbeit mit anderen Verbänden und Organisationen. Sowie die Diskussionen zur Auslagerung des Instrumentalunterrichtes von den Kantonsschulen an die Gemeindemusikschulen. Dazu der Artikel in der Sempacher Woche Nr. 7 vom 16. Februar 2017.


Jeanette und Daniel Hellbach, Musiker/in, Musikpädagogen. Komponisten und Herausgeber vieler Unterrichtswerke.

Bei der Mitgliederumfrage zur Zukunft des MLV erreichten uns 17 Rückmeldungen (12%). Befürworter des MLV-Fortbestehens sagen, man brauche «einen starken Verband/ Interessenvetreter/Ansprechpartner für Politik/eine Lobby». Drei neue Musikschulbotschafter haben sich bereit erklärt, an den Musikschulen Meggen, Horw und Rontal den MLV bekannter zu machen und fordern den Vorstand auf, dafür ein Papier bereitzustellen, welches darlegt welche Erfolge der MLV in den letzten zwei Jahren vorweisen kann.

Das Jahresprogramm für 2017/18 zeigt eindeutig: Der MLV bleibt in Bewegung. Die wichtigsten Baustellen sind:

  • Mitmachen beim Kampf gegen die Sparmassnahmen, vor allem an der Seite des LLV
  • Auslagerung des Instrumentalunterrichtes von der Kantonsschule an die Gemeindemusikschulen. Die Position MLV: Wir wollen weder Lohn- noch Stellenabbau und die attraktive Wahlfreiheit zwischen den beiden Bildungsinstitutionen beibehalten. Ensembleprobleme kooperativer lösen, da die Ensembles zur Profilierung der Schulen beitragen. Landgemeinden nicht schwächen.
  • Die Kantonalisierung der Anstellung von Musikschullehrpersonen schrittweise vorantreiben
  • Ersatzmitglieder für den Vorstand finden/Stichtag ist der 1. Mai 2018, sonst muss an der 26. GV die Auflösung beantragt werden.
  • Mitwirkung in Arbeitsgruppen anbieten für temporären Einsatz
  • Die Anliegen aus der Mitgliederumfrage umsetzen

Weiterhin wird der Vorstand in Kommissionen mitwirken wie LLV-Vorstand, kantonale Musikschulkommission und auch das Netzwerk mit verschiedenen Verbänden unterhalten.

Der Vorstand freut sich über die einhellige Zustimmung der Mitgliederversammlung und bedankt sich für das entgegengebrachte Vertrauen ebenso wie für die eingebrachten Ideen, Argumentationen und Anliegen.

Aufmunternd ist auch die Gratulation von Charles Vincent. Er dankt dem MLV für die Arbeit in den letzten 25 Jahren, in denen man viel erreicht habe. Die Zusammenarbeit zwischen Leitungsebene und Personal sei wichtig, nicht zuletzt gegenüber den Behörden. Dazu braucht es ein Gremium. Von einem Mitglied kommt der Vergleich mit einer Feuerwehr: Diese verhindert jeweils die Katastrophe. In diesem Kontext ist der MLV auch zu be­trachten: Was wäre passiert, hätte es in den vergangenen 25 Jahren keinen MLV gegeben? Bevor die Anwesenden für den Apéro im Restaurant Bolero den Raum wechseln, kommen Daniel und Jeannette Hellbach zu Wort. Sie referieren über «Variationen im Berufsalltag als Musikpädagoge. Unsere beruflichen Perspektiven - Musiker auf ihrem Lebensweg».

 

Informationen

MLV:

mlv.llv.ch

mlv@llv.ch

LLV:

https://www.llv.ch/

info@llv.ch

DVS:

https://www.volksschulbildung.lu.ch/unterricht_organisation/Musikschulen

Helene Tezzele Knüsel
Vorstandsmitglied MLV