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Bericht der 24. ordentlichen Generalversammlung am 22. Oktober 2016

Kurz vor 09:30 Uhr sind 32 Stühle besetzt. Der Vorstand freut sich über Beatrice Wolf (Beauftragte Musikschulen), Andrea Kumpe (HSL-Musik Weiterbildung) und Franz Grimm (Präsident Verband Musikschulen Luzern, VML) und vor allem über die zahlreichen Nicht-Mitglieder, welche im 2. Teil der GV „Wo drückt der Schuh“ die Diskussion mitprägen werden.

Die Mitgliederzahl beläuft sich per Ende August 2016 auf 145 und bleibt somit konstant, wobei sich das Verhältnis von den 116 Aktiven zugunsten der 29 Pensionierten hin bewegt hat. Das hat Auswirkungen auf den Kassenstand.

Der Vorstand musste mehr Sitzungen halten als geplant, wie die Präsidentin Regula Ineichen beim Jahresbericht 15/16 ausführt. Grosse Brocken wie die Arbeitsplatzbewertung der DVS und Grundsatzdiskussionen wie „Wohin gehören wir Musiklehrpersonen (LLV, VPOD, SMPV,…)“ hielten ihn auf Trab.

Die Hauptergebnisse sind zum einen der Brief an den Regierungsrat mit dem Betreff „Nicht-Eintreten durch den Regierungsrat zu der vorgeschlagenen Lohnklassen-Neueinreihung der Instrumental- und Gesangslehrpersonen an den Musikschulen“, der vom Präsidenten Reto Wyss beantwortet wurde. Zum anderen die Entscheidung, beim LLV zu bleiben und in dessen Vorstand mitzuwirken.

Die Mehrarbeit zeigt Christian Kaufmann auch in der Jahresrechnung 15/16 auf. Diese wird - wie von den Revisoren Bernhard Mettler und Rainer Koch empfohlen – gutgeheissen. Ebenso nimmt die Mitgliederversammlung den Budget-Vorschlag 2016/17 an.

Die kantonale Musikschulkommission setzt immer auch für den MLV bestimmende Traktanden. Helene Tezzele als Vertreterin in der MSK legt die Themen im 15/16 dar: Besoldungsänderung durch das Lohnband ab 16/17 für alle kantonalen Angestellten, Sparabsichten des Kantons, Lehrplan 21-Infomorgen für Lehrpersonen von Musik und Bewegung, Gerichtsurteil Instrumentallehrpersonen an Kantons- und Fachmittelschulen, Verabschiedung der MSK-Präsidentin Brigitte Troxler.

Das Kantonsgericht hat entschieden: Für den Mittelschulunterricht darf die Lohnklasse 21 nicht unterschritten werden. Ob das wohl auch den Lehrpersonen zugutekommt, welche an kommunalen Musikschulen Kantonsschüler unterrichten?

2016 ist ein Wahljahr, der Vorstand wird wiedergewählt. Ein Vorstandsmitglied gilt es zu verabschieden. Dafne Ghisalberti hatte die Homepage aufpoliert, präzise recherchiert und beim Verfassen von Texten mitgeholfen. Der Vorstand freut sich, den frühpensionierten Ingenieur Paul Villiger als externen Mitarbeiter für die Betreuung der Homepage vorzustellen. Da im 2017/18 eine Rochade absehbar ist, werden neue Vorstandsmitglieder gesucht.

Nun zum Jahresprogramm 2016/17. Priorität hat der Kampf gegen die Sparmassnahmen des Kantons im Bildungswesen, insbesondere:

  • Die Erhöhung der Arbeitszeit bei den Lehrpersonen um 1 Lektion bzw. um 60 Minuten bei den kommunalen Musikschullehrpersonen.
  • Die Bekämpfung der angekündigten HALBIERUNG DER KANTONSBEITRÄGE für die Musikschulen (aktuell durchschnittlich Fr. 350.- pro Schüler). In der Dezembersession wird der Kantonsrat darüber befinden. Bei Bedarf wird der MLV mit anderen Verbänden (VML, Musikpädagogischer Verband SMPV und Verband des Personals öffentlicher Dienste VPOD) das Referendum ergreifen. Die Mitglieder genehmigen fast einstimmig den Betrag von Fr. 3000.- für diese allfällige Massnahme. Der 21. Januar 17 wird als offizieller Unterschriftensammeltag bekannt gegeben.

Unter besonderer Beobachtung stehen:

  • Die Evaluation des Portfolio – dazu werden schriftliche Rückmeldungen im Verlauf des Schuljahres 2016/17 benötigt (siehe Aufruf Homepage)
  • Die Auswirkungen des Lehrplan 21 inklusive Tagesstrukturen
  • Das mit dem Schuljahr 2016/17 eingeführte Lohnband

Vorantreiben will der Vorstand:

  • Die Mitgliederwerbung, die Suche nach neuen Vorstandsmitgliedern
  • Die Einführung der Passivmitgliedschaft im Zusammenhang mit der Statutenrevision (voraussichtlich 2017)
  • Die Kantonalisierung der Anstellungen der Musikschullehrpersonen

Bei „Verschiedenes“ wurde von Jürg Werthmüller angeregt, Vertreter des MLV an den Musikschulen zu suchen, damit die Verbindung MS-Lehrperson zum MLV-Vorstand belebt wird und damit sich mehr MS-Lehrpersonen für gewerkschaftliche Anliegen und Arbeit interessieren.

Das war ein stimmiger  Übergang zum zweiten Teil der GV. Betitelt mit „Wo drückt der Schuh“ bot dieser eine Plattform für die Anliegen aller Anwesenden. Die Moderation meisterte der Journalist David Koller mit Bravour.

Doch davon mehr im nächsten DISKURS.

Helene Tezzele Knüsel

Vorstand MLV