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Diskurs: Arbeitnehmertagung und 26. GV vom 20. Oktober 2018 im Hotel Cascada in Luzern

Bericht aus Diskurs, 18. November 2018

In Form einer «Zukunftskonferenz» wollten wir vom MLV-Vorstand die Musiklehrpersonen für die Wichtigkeit einer Arbeitnehmerorganisation wie den MLV sensibilisieren. Die Existenz eines solchen Verbandes finden wir wichtig, gerade in einer Zeit, die sich politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich stark wandelt, was wir ja alle in der Arbeitswelt auch zu spüren bekommen. Gut 40 Lehrpersonen des Kantons Luzern als auch ein paar Gäste folgten unserem Aufruf und trugen durch ihre engagierte Präsenz zu einer spannenden Tagung bei.

Es ist im Moment schwierig, unsere Mitglieder zu mobilisieren bzw. junge weitere Musiklehrpersonen als Mitglieder zu gewinnen. Auch sind wir immer auf der Suche nach Mitarbeitenden im Vorstand MLV und im Verbandsrat des LLV. So mussten wir schon an der letztjährigen 25. GV Gedanken äussern über eine allfällige Auflösung unseres Verbandes aus Personalmangel.

Deshalb wollten wir eine effiziente Tagung zur Zukunft unseres Verbandes gestalten. Dafür engagierten wir Hector Herzig und Liliane Girsberger von der Firma HERZKA, die an vielen Musikschulen des Kantons Luzern bekannt sind durch ihre kompetente Beratung bei Musikschulentwicklungen.

Nach angeregten Gesprächen bei Kaffee und Gipfeli begannen wir um 9 Uhr mit der eigentlichen Tagung. Eine kurze Begrüssung durch die MLV-Präsidentin Regula Ineichen führte über zu einem Impulsreferat durch unseren Tagungsleiter Hector Herzig. Er zeigte auf, dass es sowohl einen Arbeitgeberverband, dies ist im Kanton Luzern der VML (Verband der Musikschulen Luzern), als auch einen Arbeitnehmerverband braucht, die sich immer wieder politisch einbringen und für die gute weitere Zukunft unserer vielen kommunalen Musikschulen einsetzen. Beide Kräfte sind nötig, die sich im gegenseitigen Austausch immer wieder bei kantonalen und kommunalen Anliegen einbringen. Wir als MLV vertreten die Arbeitnehmer in gewerkschaftlichen Anliegen. Da wir im LLV, Luzerner Lehrerinnen und  -lehrerverband, eingebettet sind, werden wir auch als politische Stimme wahrgenommen und angehört.

In folgenden Workshop mit engagierten Gruppendiskussionen diskutierten allen Anwesenden nun über die Bedeutung und Arbeitsweise unseres Verbandes MLV.

Alle Anwesenden waren sich einig, dass es den MLV weiterhin braucht. Die Vernetzung mit anderen Verbänden ist wichtig. Auch dass wir beim LLV dabei sind wurde bejaht, da wir alle von dieser Zusammenarbeit profitieren, sei es betreffs Kantonalisierung unserer Anstellungen, der Einbettung unseres Musikunterrichtes im Volksschulalltages als auch bei der flächendeckenden Einführung des Lehrplans 21.

Damit wir eine gemeinsame Stimme für unseren Berufsstand Musiklehrpersonen sein können, müssen wir die Zusammenarbeit mit unserer Basis noch verstärken. Unser Verband soll durch Musikschulbotschafter wirklich an jeder der momentan 35 Musikschulen des Kantons Luzern präsent sein, sei es durch Informationen an den örtlichen Konferenzen zum Schuljahresbeginn als auch zur Wahrnehmung und Weiterleitung von Ideen und Problemen. Weitere Informationsaustauschformen neben der eigenen Homepage sollen überlegt werden. Sicher müssen unsere Prozesse und Arbeiten weiterhin aktuell transparent gemacht werden. Auch die Aufschlüsselung der Mitgliederbeiträge LLV müssen aufgezeigt werden. Es muss klar sein, welcher Anteil des gesamten Beitrages direkt dem MLV zugutekommt. Eine Professionalisierung des Präsidiums setzte eine grössere Mitgliedschaft voraus, damit genug Geld zur Verfügung stände. Abläufe bezüglich Anmeldungsverfahren als auch Erscheinen des Namens MLV auf allen nötigen Papieren des LLV ist zwingend.

Mit einer kurzen Zusammenfassung der wichtigsten besprochenen Punkte durch Hector Herzig schloss die Tagung fast pünktlich ein paar Minuten nach 12 Uhr.

Wir vom Vorstand bedanken uns für den regen Austausch aller Beteiligten; wir halten euch auf dem Laufenden über unsere weitere Arbeit – und hoffen auf einen regen Austausch mit allen unseren Musiklehrkollegen und -kolleginnen, sei es mündlich oder schriftlich, etwa in Form einer Mailnachricht.

Kurz nach der Tagung fand die eigentliche Vereins-GV statt. Die üblichen Geschäfte wurden einstimmig durchgewinkt. Der Vorstand musste sich noch von Christian Kaufmann verabschieden. Als engagierter Musiklehrer hat er in den letzten Jahren nicht nur das Amt des Kassiers bekleidet, sondern sich mit viel Herzblut für unseren Berufsstand eingesetzt und Gespräche mit Berufskollegen und -kolleginnen geführt, um unseren Verband bekannt zu machen. Er bleibt uns als Revisor noch aktiv im Verband erhalten – vielen Dank!

Zum Schluss möchten wir noch alle Interessierten auffordern, den Samstag 19. Oktober 2019 für eine weitere Arbeitnehmertagung und die 27. GV des MLV zu reservieren! Bringen wir doch alle noch eine weitere Musiklehrperson mit, damit ein breiter abgestützter Austausch möglich wird!

Regula Ineichen, MLV-Präsidentin