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Umfrage: Stellungnahme des MLV/LLV zu AFR 18

Stellungnahme des MLV/LLV zu AFR 18 - aus dem Fragebogen zum Vernehmlassungsverfahren (eingereicht Anfangs Juli 18)

zu Teil 2: Volksschulkostenverteiler
 

1. Welchen Kostenteiler bevorzugen Sie unter Berücksichtigung der finanziellen Auswirkungen?
 
50:50 ☒ 40:60 ☐ 25:75 ☐ anderen: Klicken oder tippen Sie hier, um Text einzugeben.
 
Begründung/Erläuterungen:
 
Der LLV äussert sich in dieser Vernehmlassung nur zum Volksschulkostenteiler und den damit verbundenen Fragen zum Finanzausgleich. Wir begrüssen die Neubeurteilung der Leistungsfinanzierung zwischen Kanton und Gemeinde. Die Verbundaufgabe der Volksschulbildung soll zwischen Kanton und Gemeinde paritätisch finanziert werden: 50 : 50. Wir unterstützen den Mantelerlass und so die Einheit der Materie. Wir werten es als positiv, dass im Sinne der Chancengleichheit die Gemeinden mit verhältnismässig vielen Schülerinnen und Schülern durch die AFR entlastet werden, insbesondere wenn sie ein geringes Ressourcenpotenzial haben.
 
2. Sind Sie damit einverstanden, dass der gewählte Kostenteiler auch für die anderen Massnahmen des Teilprojekts Bildung und Kultur (vgl. Kap. 4.2.3 – 4.2.8) gilt?
 
Ja ☒ Nein ☐
 
Begründung/Erläuterungen:
 
Für den LLV erfüllt sich mit der AFR eine seit langer Zeit bestehende Forderung: Die Lehrer und Lehrerinnen in unserem Verband sollen einheitliche Grundlagen für die Anstellungen bekommen, das heisst, dass die Anstellung der Musiklehrerinnen und Musiklehrer nach dem kantonalen Personalgesetz/-verordnung erfolgt.

Es ist wichtig, dass die Löhne vom ersten Franken an versicherbar sind wie bei der heutigen Pensionskasse Musik und Bildung.

Die Kantonsbeiträge Fr. 350.- an die Betriebskosten pro Schüler der Musikschulen: Elternbeiträge dürfen bei der neuen Kostenverteilung nicht zum Spielball werden.

Der Gruppenunterricht als Unterrichtsform: Wir sind dagegen, dass Gruppenunterricht als Sparmassnahme zwingend wird. Gruppenunterricht soll bei der Weiterentwicklung neuer Unterrichtsformen an pädagogisch sinnvollen Orten eingesetzt werden können. Dieser pädagogische Aspekt muss jedoch nicht im Gesetz geregelt werden.

Auslagerung des Musikunterrichts der Kantonsschulen an kommunale Musikschulen: Wir sind dagegen, dass Lehrpersonen von Kantonsschülern neu tiefer eingestuft werden durch ihren Wechsel an die kommunalen Musikschulen. Dies ist gemäss Kantonsgerichtsurteil von 2016 gesetzeswidrig. Die Kantonsschüler und -schülerinnen sollen unbedingt an den kommunalen Musikschulen ihres Wohnortes unterrichtet werden.
 

Zur weiteren Orientierung:Vernehmlassungsbotschaft des Kantons Luzern, die vollständig unter dem folgenden Link abrufbar ist: www.lu.ch/-/media/Kanton/Dokumente/FD/Vernehmlassungen/2018/AFR18/Verneh...